Vanessa und Antonello Bolognino freuen sich jetzt schon auf eine schöne Herbst- und Weihnachtszeit mit ihren Gästen. Bild: Janik Schmid
05.09.2025 08:00
Punto d’Amore e Sapore stockt auf
Seit vier Monaten betreiben Vanessa und Antonello Bolognino die Buvette am Zäntiplatz. Das Angebot ist hausgemacht, frisch und saisonal. Und schon bald kommen zur Buvette ein wettergeschütztes Zelt und eine Jurte hinzu.
Regensdorf. «Wenn die Sonne scheint, kommen die Leute wie die Ameisen», sagt Vanessa und lächelt. Pächter Antonello, von vielen «Lello» genannt, bereitet hier in der Buvette «Punto d’Amore e Sapore» auf dem Zäntiplatz in Regensdorf täglich die Zutaten – wie frisches Gemüse und verschiedene Pasten – für seine Spezial-Paninis und Pinse vor, während seine Frau Vanessa ihn unterstützt: «im Büro, an der Front – eigentlich überall», lacht Antonello. Es läuft gut, sagen beide. «Wir sind im vierten Monat seit der Eröffnung und sehr zufrieden. Klar, es ist immer wetterabhängig – aber die Leute schätzen, was wir hier machen.»
«Das Angebot ist einfach und fein», sagt Antonello. Er macht alles selber – von der Bolo über das Pesto bis hin zu den Pasten und weiteren Saucen. «Ich koche hier nur das, was ich auch selber gerne essen würde.» Die Brötli mit gegrilltem Gemüse sowie die Pinsa Romana sind sehr beliebt, auch die hausgemachten italienischen Spezialitäten kommen gut an. «Bei uns ist alles frisch, saisonal und von guter Qualität», ergänzt Vanessa. Aktuell holt Antonello zum Beispiel frische Pilze sowie diverses anderes Gemüse direkt vom Markt.
Die beiden führen die Buvette als Familienbetrieb, mit viel Engagement und grossem Einsatz. Antonellos Tag beginnt oft schon um fünf Uhr morgens. «Montags haben wir zu, aber nur, damit Lello alles für die Woche vorbereiten kann», erklärt Vanessa. Gerade für das Mittagsgeschäft wünschen sich die beiden noch mehr Take-away-Gäste. «Am Abend läuft's gut, über Mittag hat es noch Luft nach oben», meint sie offen.
Ein Zelt und eine Jurte kommen
Weil das Geschäft stark vom Wetter abhängt, wird das Buvette-Angebot bald ausgebaut: «Ab Ende September gibt es ein wind- und regengeschütztes Zelt, bestehend aus zwei grossen, auf allen Seiten zuklappbaren Sonnenschirmen», so Antonello. Und ab November kommt zusätzlich eine Jurte – ein rundes, zeltartiges Gebilde mit Kachelofen – dazu. «Sehr heimelig», sagt Vanessa. In der kalten Jahreszeit wird darin auch Glühwein und frische Suppe ausgeschenkt. «Gerne nehmen wir auch schon zum jetzigen Zeitpunkt Reservationen für Weihnachtsessen, Geburtstagsfeiern oder andere Events entgegen.»
Seit den Sommerferien gibt es neu auch ein Salatbuffet, an dem man sich den Salat selber zusammenstellen kann. «Das läuft mega gut», sagt Antonello. Auch ein kleiner Shop mit italienischen Spezialitäten ist in Planung – vor Ort und online: eingelegtes Gemüse, Pasta, frischer Mozzarella, Käse, Öl, Panettoni, Tartufi, Taralli und vieles mehr – «ein richtiges kleines, aber feines Delikatessen-Lädeli», sagt Vanessa. Dazu kann man auch Geschenkkörbe individuell zusammenstellen.
Der Aufbau der Buvette war nicht einfach. «Ein hartes Pflaster am Anfang», sagt Antonello rückblickend. Doch inzwischen hat sich ein harter Kern an Stammkunden gebildet. «Die Leute kommen immer wieder. Sie schätzen unsere Gastfreundschaft und dass wir individuell auf sie eingehen», sagt Antonello. Manche besuchen die Buvette fast täglich. «Einige sagen sogar: Wenn wir heute nicht hier waren, dann fehlt etwas», erzählt Vanessa. «Solche Kommentare sind natürlich immer schön zu hören.»
Auch der Kaffee sei ein grosser Pluspunkt: «Wir hören oft, das sei der beste Kaffee hier», sagt Vanessa nicht ohne Stolz. Antonello ergänzt: «Wir experimentieren ständig und versuchen, ihn zu perfektionieren.»
Eine Herausforderung bleibt der Einkauf. «Man weiss nie genau, wie viele Leute bei welchem Wetter kommen», sagt Antonello. «Da muss man flexibel und kreativ sein – auch um Foodwaste zu vermeiden.»
Doch für beide überwiegt das Positive. «Wenn die Leute zufrieden sind, macht mich das glücklich», sagt Antonello. «Das ist unbezahlbar.» Und während hinten die Kaffeemaschine brummt, wurde es in der Buvette kurz eng: Der Kaffee-Lieferant taucht auf, und die Mutter von Vanessa bringt einen der beiden Söhne vorbei. Vanessa lächelt: «Es ist ein Familienbetrieb hier. Alle helfen mit – selbst die zwei Kleinen.»
Janik Schmid