13.03.2026 08:00
Kleines Dorf mit grosser Fasnachtsfreude
Der Otelfinger Fasnachtsumzug setzte der närrischen Saison im Furttal am Samstag einen fröhlichen Schlusspunkt. Der Verein Forum Otelfingen hat das auf Kinder und Familien ausgerichtete Fest wieder mit viel Herzblut organisiert.
Otelfingen. Minions und Ninjas, Raubkatzen und Schmetterlinge, Hexen, Ritter und Prinzessinnen strömten am Samstagnachmittag zum Gemeindehaus, um gemeinsam Fasnacht zu feiern. «Als kleines Dorf können wir natürlich nicht mit den grossen Umzügen in Buchs oder Regensdorf mithalten. Doch ein oder zwei Wochen nach den Sportferien stehen wir nicht in Konkurrenz und bilden den Abschluss der Fasnachtssaison im Furttal», erzählt Nina Burkhalter vom Verein Forum Otelfingen, der den Anlass 2015 ins Leben rief und seither organisiert. «Es ist der erste festliche Höhepunkt im Jahr und ganz auf die Kinder ausgerichtet.» Für viele Familien sei es eine schöne Gelegenheit sich nach dem Winter endlich wieder einmal draussen zu treffen. «Und man entdeckt auch viele neue Gesichter», zeigt sie sich erfreut.
Für das Guggenkonzert wurde in diesem Jahr erstmals die Schnüffler Clique Wettingen engagiert, auch für die Musiker war es ein besonderes Erlebnis: «Es ist unser letzter Auftritt diese Saison, bei fast allen vorherigen hat es geregnet und bei so schönen Sonnenschein sind wir natürlich extrem motiviert», verriet Bläser Baschi. Mit grimmigen Stiermasken und schrägen Tönen führte die fröhliche Truppe den Umzug an, grosse und kleine Fasnachtsfans im Gefolge, die mit bunten Luftballons und Säcken voll Konfetti bestens ausgerüstet waren.
Unter den bunten Verkleidungen der Kinder stachen einige durch Originalität heraus: Die neunjährige Silvia und ihre Schwester Melissa (6) bahnten sich als Ballonfahrerinnen den Weg durch die Menge, die bunten Luft-Gefährte waren aus Karton, Ästen und Pappmaschee selbst gebastelt. Die Geschwister Cedric (8) und Aurelie (11) hatten für den Umzug eigens eine Dampflokomotive mit Kohlewagen zum «Einsteigen» aus Pappe produziert. «Der Vater ist Lokführer, das hat sie inspiriert», erklärt ihr Mutter lachend. Auch einige Eltern waren kostümiert, etwa als Clown, Cowboy oder Chirurgin.
Gut 30 Minuten dauerte die lautstarke Runde durch den Dorfkern, gesäumt von historischer Kulisse. Einige der Jüngsten konnten von erwachsener Schulter herab einen besonderen Ausblick geniessen. Zurück am Ausgangsort versprach ein feiner Kinderzvieri Stärkung, auch auf die Erwachsenen warteten Speis und Trank. Die Helfenden hinter der Theke hatten alle Hände voll zu tun, Organisatorin Nina Burkhalter freute sich über den Ansturm. Die Teilnehmerzahl schätzte sie auf 100 bis 150 Kinder, was dem üblichen Rahmen entsprach. «Doch das schöne Wetter spielt uns in die Hände – da macht alles noch mehr Spass.» So bescherte der Fasnachtsumzug auch in seiner 12. Ausführung in Folge Otelfinger Kindern und Familien einen unbeschwerten und ausgelassenen Nachmittag.
Martina Kleinsorg