Die Schulgemeinde entscheidet im Juni über einen Millionenkredit
Am 14. Juni entscheidet das Stimmvolk über den Baukredit von 39,6 Millionen für die Schulanlage Ruggenacher 2. Damit diese für die Zukunft gerüstet werden kann.
So soll sich die Schulanlage Ruggenacher 2 nach dem Ersatz- und Erweiterungsneubau präsentieren. Visualisierung: zvg
Am 14. Juni entscheidet das Stimmvolk über den Baukredit von 39,6 Millionen für die Schulanlage Ruggenacher 2. Damit diese für die Zukunft gerüstet werden kann.
Furttal. Teile der Schulanlage Ruggenacher 2 in Regensdorf sind aus den 1960er-Jahren, somit in die Jahre gekommen und sanierungsbedürftig. Sie entsprechen auch den heutigen Anforderungen nicht mehr vollumfänglich. Die Schulanlage ist ein zentraler Standort der Sekundarschulgemeinde Regensdorf/Buchs/Dällikon und stösst trotz Massnahmen in den vergangenen Jahren räumlich wie funktional an ihre Grenzen.
Das Vorhaben (siehe «Furttaler» vom 17. April), über welches die Stimmberechtigten der Schulgemeinde am 14. Juni befinden werden, ist somit kein Luxusprojekt, sondern nötig, um den nötigen Anforderungen gerecht zu werden.
Das Projekt decke die heutigen Defizite, fasste es die Schulgemeindepräsidenten Priska Hänni an den Infoveranstaltungen diese Woche zusammen. Der erforderliche Baukredit beträgt 39,6 Millionen, ein Zusatzkredit von 3,4 Millionen soll eine mögliche Aufstockung um ein Stockwerk sicherstellen. Dieser Kredit wird separat zur Abstimmung gebracht, wie Hänni erläuterte. Aus dem kantonalen Sportfond wird ein Beitrag von 1,6 Millionen erwartet. Jährliche Folgekosten bringt das Projekt rund 2,6 Millionen. Finanziert wird der Baukredit zur Hälfte aus eigenen Mitteln der Schulgemeinde und die andere Hälfte durch Fremdmittel. Wie Hänni erläuterte, bringt das Projekt eine Neuverschuldung von 20 Millionen mit sich - momentan ist die Verschuldung auf null - und der Abbau dieses Betrages soll in fünf Jahren vonstatten gegangen sein. Mit einer Steuerfusserhöhung müsse nicht gerechnet werden, meinte Priska Hänni. Mit einem Bezug der neuen Räumlichkeiten kann in rund 4 Jahren gerechnet werden, sollte der Kredit bewilligt werden und alles nach Plan laufen. Wie Hänni ebenfalls ausführte, können die Arbeiten bei laufendem Schulbetrieb stattfinden. Anders wäre dies bei einer allfälligen Aufstockung, aber auch da würde man eine Lösung finden, meinte sie. Der Aufstockungskredit soll dem Umstand Rechnung tragen, dass es schwierig ist, den Schulraumbedarf in 20 bis 30 Jahren abzuschätzen.
Auf die Frage aus dem Publikum, was denn passiert, wenn der Baukredit abgelehnt werde, meinte Priska Hänni kurz und bündig: «Dann müssen wir mit einem Container-Dorf für mehr Platz sorgen.» Und, was den Sportraum betrifft, müsste man noch vermehrt auf das Wisacher ausweichen.
Die neue Infrastruktur soll teils auch Vereinen zur Verfügung stehen. Ein zentrales Element ist der Bau von zwei neuen Doppelturnhallen. Wie Rolf Ottiger von der Sekundarschulgemeinde ausführte, würden diese nicht nur dem Schulsport, sondern auch den Vereinen zur Verfügung stehen. Dies gelte für alle Vereine aus den drei Kreisgemeinden, sprich Regensdorf, Buchs und Dällikon, betonte er. Zudem ist die Erweiterung des Singsaals geplant, welcher für öffentliche Anlässe genützt werden kann. Der Singsaal ist auch der Lehrerschaft ein Anliegen, damit schulische Anlässe angemessen durchgeführt werden können.
Dass langfristig ein zusätzlicher Schulstandort nötig wird, das hat eine Machbarkeitsstudie aufgezeigt. Da die Realisierung eines solchen aber einiges an Zeit beanspruchen wird, wie auch Hänni ausführte, kann die Schulanlage Ruggenacher mit dem erwähnten Vorhaben mittelfristig rund 150 Schülerinnen und Schüler mehr aufnehmen. Dies soll aber zu keinem Dauerzustand werden, wie an der Info-Veranstaltung betont wurde.
www.sek-regensdorf.ch
Judith Sacchi
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