Perfektes Flugwetter bei der «Schwalbenwerkstatt»
Schwalben und Mauersegler hatten am letzten Sonntag richtig Lust über dem Dorfkern, bei der alten Trotte, ihre Akrobatikkünste zu präsentieren.
Zwei Jungvögel warten auf leckere Insekten. Bild: Martin Allemann
Schwalben und Mauersegler hatten am letzten Sonntag richtig Lust über dem Dorfkern, bei der alten Trotte, ihre Akrobatikkünste zu präsentieren.
Watt. Der Naturschutzverein Regensdorf führt in loser Folge Anlässe für Familien durch. Schwalben gelten als Sommerboten und machten ihrem Namen alle Ehre.
Die Thermik hätte nicht besser sein können, es herrschte regelrechtes Flugwetter und so wussten die rund 30 an der «Schwalbenwerkstatt» teilnehmenden Kinder und Erwachsenen kaum, wohin sie ihre Blicke richten sollen.
Denn am Himmel und vor den Nestern beobachtete man rasante Flugmanöver – auch Mauersegler waren unterwegs – hektische Fütterungseinsätze und gar Zweikämpfe mit Spatzen, die sich erdreisteten die Nester anzufliegen. Geeignete Nistplätze gibt es einige. Unter Dachvorsprüngen bauen Mehlschwalben Naturnester oder erhalten Nisthilfen. Damit die Fassaden möglichst vom Kot verschont bleiben, können Schutzbretter montiert werden. Dennoch stossen die hübsch am Gefieder gezeichneten Vögel nicht überall auf Gegenliebe, wie von einem Anwohner vor Ort kritisch bemerkt.
Die Rauchschwalben mit auffallend langem, gegabeltem Schwanz, roter Kehle und Hals hingegen bevorzugen Ställe und Scheunen. Kinder staunten mit welch geschicktem Flug sie den Nachwuchs mit Futter versorgten.
Und siehe da, ein noch etwas pummeliger Jungvogel hockte noch etwas unsicher auf einer rostigen Leitung unter wachsamem Auge seiner Mutter. Ob er wohl schon fliegen kann – er konnte, und wie.
An einem weiteren Info-Posten erfuhr man mit einem Bilder-Quiz Interessantes zu Lebensraum, Verbreitung und Nahrung. Zwar gehören Schwalben nicht zu einer bedrohten Art, ihnen ist trotzdem mangels Nistplätzen Sorge zu tragen.
Die Kinder hatten eine Menge Spass beim Ausmahlen von Bastelbögen oder basteln von «Mobiles» und natürlich beim Genuss der leckeren Kuchen.
Martin Allemann
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